Silvester über den Alpen
- 27. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. März

Der Jahreswechsel 2025 / 2026 hätte für mich nicht eindrücklicher sein können. Ich durfte Silvester auf eine ganz besondere Art erleben: mit meiner ersten Alpentraversierung nach Italien im Heissluftballon. Gemeinsam mit Cedric Gauch und seinem Team ging es hoch hinaus – im wahrsten Sinne des Wortes. Da diese Premiere nicht nur für mich, sondern auch für Cedric etwas ganz Neues war, startete mit einem zweiten Ballon unser alpenerfahrener Freund Stefu Wälchli mit seinem Team.
Start in Einsiedeln – perfekter Wind nach Süden
Am Vormittag des 31. Dezember 2025 bauten wir unsere Ballone in Einsiedeln auf. Die Bedingungen hätten kaum besser sein können: Mit einer Windrichtung von rund 180 Grad war der Weg nach Süden wie für uns gemacht. Schon beim Abheben war klar – dieser Tag würde unvergesslich werden.
In 4,5 Stunden über die verschneite Alpenkette
In den 4,5 Stunden in der Luft überquerten wir eine beeindruckende Route:
die Mythen
die Eggberge im Urnerland
den Oberalppass
Airolo
das Maggiatal
und schliesslich die Grenze nach Italien
Mit Geschwindigkeiten von über 70 km/h glitten wir lautlos über die tief verschneiten Alpen. Diese Perspektive, diese Ruhe und gleichzeitig diese Dynamik – einfach atemberaubend.
Höhenluft, Sauerstoff und heisser Tee
Da man ab 3000 Metern Höhe Sauerstoff mitführen muss, trugen wir während der gesamten Fahrt Sauerstoffmasken im Korb. Warm hielten wir uns mit heissem Tee und dicken Winterkleidern – eine einfache, aber effektive Kombination gegen die eisige Höhenluft.
Herausforderung Malpensa-Luftraum
Eine besondere Herausforderung war der Einflug in den Luftraum des Flughafens Malpensa bei Mailand. Der rege Funkverkehr und die Koordination mit der Flugsicherung sind selbst für erfahrene Piloten anspruchsvoll – umso mehr mit einem Schweizer Heissluftballon im internationalen Luftraum. Doch dank Ruhe, Konzentration und guter Zusammenarbeit meisterten wir auch diese Passage souverän.
Landung in Vercelli & Silvesterfeier in Novara
Nach der Querung des Mailänder Luftraums landeten beide Ballone schliesslich sicher in Vercelli. Von dort ging es weiter nach Novara, wo wir in einem Hotel unterkamen. Bei einem gemeinsamen Abendessen stiessen wir auf diese unglaubliche Fahrt und auf Silvester an – müde, glücklich und voller Eindrücke.
Ein Erlebnis fürs Leben
Diese Alpentraversierung war für mich sehr lehrreich und gleichzeitig eines der schönsten Erlebnisse, die ich bis jetzt mit einem Heissluftballon erleben durfte. Sie bleibt für immer in bester Erinnerung.

Ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten, ganz besonders an das Verfolgerteam, das uns sicher abgeholt und wohlbehalten wieder nach Hause gebracht hat. Solche Erlebnisse zeigen, wie wertvoll Teamarbeit, Vertrauen und Leidenschaft für die Fliegerei sind.
Mit einem herzlichen «Guet Land»
Deny-Joe Arnold





















